Hier erklären wir Ihnen die Begrifflichkeiten der Esoterik - von A wie Aberglaube bis zu Z wie Zukunft
Das Rider-Waite-Tarot wird vor allem wegen seiner klaren Darstellungen geschätzt. Es zeigt Situationen, Handlungen und Beziehungen in einer Form, die direkt erfassbar ist. Diese Bildsprache macht das Deck zu einem häufig genutzten Werkzeug für die strukturierte Betrachtung persönlicher Fragestellungen. Der Schwerpunkt liegt nicht auf festen Aussagen, sondern auf der Ordnung von Eindrücken und Zusammenhängen.
Im praktischen Umgang zeigt sich schnell, dass das Rider-Waite-Tarot weniger von einzelnen Karten lebt als von ihrem Zusammenspiel. Die Art, wie Karten zueinander in Beziehung stehen, bildet den Kern der Arbeit mit diesem Deck.
Das Deck wurde 1910 veröffentlicht und basiert auf einem klaren Konzept. Arthur Edward Waite wollte ein System schaffen, das ohne umfangreiche Vorbildung nutzbar ist. Pamela Colman Smith setzte diese Idee visuell um. Ihre Illustrationen zeigen Menschen in konkreten Situationen, eingebettet in Landschaften und symbolische Handlungen.
Diese Darstellungen ermöglichen es, Karten nicht abstrakt, sondern situativ zu lesen. In der Praxis erleichtert dies den Einstieg und fördert eine direkte Auseinandersetzung mit der jeweiligen Fragestellung.
Die Arbeit mit dem Rider-Waite-Tarot beginnt in der Regel mit einer klaren Fragestellung. Diese muss nicht exakt formuliert sein, sollte jedoch einen thematischen Rahmen setzen. Viele Nutzerinnen und Nutzer nehmen sich vor dem Ziehen der Karten einen Moment Zeit, um das Anliegen innerlich zu ordnen.
Die Karten werden gemischt und anschließend gezogen. Ob dies verdeckt oder offen geschieht, spielt für die Methode keine Rolle. Entscheidend ist die anschließende Anordnung der Karten, denn sie verleiht der Legung ihre Struktur.
Legesysteme dienen als Ordnungshilfe. Sie legen fest, welche Rolle eine Karte innerhalb des Gesamtbildes einnimmt. Das Rider-Waite-Tarot eignet sich für einfache wie auch für umfangreichere Legungen, da die Bildsprache genügend Details für unterschiedliche Ebenen bietet.
Eine einfache Legung kann bereits ausreichen, um einen Überblick zu erhalten. Umfangreichere Systeme werden genutzt, wenn Zusammenhänge genauer betrachtet werden sollen. Dabei ist weniger die Anzahl der Karten entscheidend als ihre Beziehung zueinander.
In der Praxis haben sich bestimmte Formen etabliert, die mit dem Rider-Waite-Tarot besonders gut funktionieren. Das Drei-Karten-Orakel wird häufig genutzt, um eine zeitliche Abfolge oder unterschiedliche Blickwinkel darzustellen. Jede Karte erhält dabei eine klar definierte Rolle, etwa als Ausgangspunkt, aktueller Zustand oder mögliche Entwicklung.
Komplexere Fragestellungen werden oft mit dem Keltischen Kreuz betrachtet. Dieses Legesystem ordnet mehrere Aspekte einer Situation nebeneinander und übereinander an. Es zeigt Einflüsse, Hindernisse und Rahmenbedingungen, ohne diese zu bewerten.
Auch das sogenannte kleine Kreuz wird häufig verwendet, wenn ein komprimierter Überblick gewünscht ist. Es bietet Struktur, ohne den Blick durch zu viele Details zu überladen.
Die Deutung erfolgt nie isoliert. Eine Karte verändert ihre Wirkung abhängig von ihrer Position und den benachbarten Karten. Eine Figur, die allein betrachtet ruhig wirkt, kann im Zusammenspiel mit anderen Karten eine ganz andere Dynamik entfalten.
Beim Rider-Waite-Tarot liefern Blickrichtungen, Körperhaltungen und räumliche Abstände wichtige Hinweise. Karten können sich gegenseitig verstärken oder relativieren. Diese Wechselwirkung bildet den Kern der praktischen Arbeit.
Viele Menschen integrieren das Tarot in ihren Alltag, ohne komplexe Legungen zu nutzen. Eine gezogene Karte kann als Anlass dienen, den Tag bewusster wahrzunehmen. Dabei geht es nicht um Vorhersagen, sondern um Aufmerksamkeit.
Beispielsweise kann eine Karte auf Aktivität hinweisen, während eine andere Rückzug nahelegt. Solche Impulse laden dazu ein, das eigene Handeln zu reflektieren oder Prioritäten neu zu ordnen.
Auch bei längerfristigen Themen wird das Rider-Waite-Tarot eingesetzt. Wiederkehrende Karten oder ähnliche Motive können Hinweise auf wiederkehrende Muster geben, ohne diese festzuschreiben.
In Gesprächen wird das Tarot häufig als visuelles Hilfsmittel genutzt. Die Karten schaffen einen gemeinsamen Bezugspunkt und erleichtern es, abstrakte Themen anzusprechen. Sie strukturieren das Gespräch und helfen, verschiedene Aspekte nebeneinander sichtbar zu machen.
Das Deck gibt dabei keine Lösungen vor. Es unterstützt die Betrachtung und eröffnet neue Blickwinkel. Die Verantwortung für Entscheidungen bleibt stets bei der fragenden Person.
Das Rider-Waite-Tarot ersetzt keine Analyse, keine Beratung im fachlichen Sinn und keine Entscheidungen. Es liefert Bilder und Anregungen, keine Anweisungen. Diese Abgrenzung ist ein wesentlicher Bestandteil der verantwortungsvollen Nutzung.
Wer mit dem Tarot arbeitet, nutzt es als Spiegel, nicht als Autorität. Die Aussagekraft entsteht aus der eigenen Auseinandersetzung mit den dargestellten Szenen.
Auch in der Gegenwart bleibt das Rider-Waite-Tarot relevant. Es wird in gedruckter Form ebenso verwendet wie in digitalen Anwendungen. Viele Online-Angebote greifen bewusst auf dieses Deck zurück, da seine Symbolik weithin bekannt ist.
Moderne Nutzerinnen und Nutzer schätzen die klare Struktur, die sowohl für kurze Impulse als auch für ausführliche Betrachtungen geeignet ist. Die praktische Nutzbarkeit steht dabei im Vordergrund.
Die Arbeit mit dem Rider-Waite-Tarot kann dabei helfen, Themen zu ordnen und Zusammenhänge sichtbar zu machen. Sie fördert Aufmerksamkeit für innere und äußere Prozesse, ohne feste Ergebnisse vorzugeben.
Der Wert des Decks liegt in seiner Offenheit. Es bietet Struktur, ohne zu begrenzen, und Bilder, ohne sie festzulegen.
Mit einer klaren Fragestellung und einer einfachen Legung.
Nein, sie dienen lediglich als Orientierung.
Ja, viele nutzen Karten als täglichen Impuls.
Sie bestimmt den Zusammenhang und die Deutung.
Weil die Bildsprache klar und situationsbezogen ist.
Weitere Informationen finden Sie im Beitrag Rider Waite Tarot - Kartenlegen bei Entscheidungsschwierigkeiten.
© Zukunftsblick Ltd.
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